DFB-Pokalfinale 2001

"Und wir haben den DFB-Pokal und wir sind der wahre Meister..."


Der ganz normale Wahnsinn.

Nach einem sehr angenehmen Flug mit der Lufthansa, bei dem man die Mitreisenden mit überflüssigen Körperfetzen beworfen hat (gell *Zensur* !!!), landeten wir am 26.05.2001 in Berlin - Tegel. Äußerst kompliziert war es erst einmal, am Flughafen den Busbahnhof zu finden. Nach einer kleinen Odyssee saßen wir dann doch in einem feinen Bus, mit der Gewissheit, jetzt hält uns nichts mehr auf. Doch weit gefehlt, der Bus hatte dann mitten in der Stadt doch erhebliche techn. Probleme, die den Fahrer veranlassten die Fahrgäste nach einem Vierkant zu befragen, und tatsächlich hatte so ein Rotzlöffel einen dabei, brachte dem Fahrer und uns auch nicht viel, denn das Problemchen konnte nicht behoben werden.



Voller Vorfreude...     "Hurra, Hurra, Hurra, die Heidelberger die sind da!!!"

Nach einem Buswechsel und der netten Bekanntschaft einiger Union - Fans ( danke für das Bier Jungs), kamen wir gegen 13.30 an der Gedächtniskirche an. Schon auf der Fahrt sahen wir überall Blau - Weisse Gesellen, doch was uns bei der Gedächtniskirche erwartete, war vom Oberallerfeinsten. Schalker wohin das Auge sah. Nachdem mein Reisekumpan mich dazu nötigte ca. 3- 4 Kaufhäuser zu durchzustöbern, auf der Suche nach einer Ran - Sonnenbrille, welche in Berlin natürlich nicht käuflich zu erwerben war, sondern eher Schnäppchen von JOOP oder BOSS. Danach gingen wir zum Beersaloon auf dem KUDAMM; noch mehr Schalker und es gab Bier (endlich). Die Stimmung war bestens und es wurde richtig abgefeiert. Wir drehten noch eine Runde und trafen uns mit zwei weitern Schalkern. Nachdem man einen kleinen Snack an einer Imbissbude genossen, und sich fast jeder mit Bier im Supermarkt eingedeckt hatte ging man wieder zum Biersaloon, um noch ein bisschen die Stimmung zu genießen .



Aufm Kudamm     ... und ein "paar" andere Blaue auch noch....*smile*.(Der Kudamm um die Mittagszeit).



Am Wasserbrocken     Alles in Schalker Hand...



An der Gedächtniskirche     Gedenkminute in der besinnlichen Phase vor dem Spiel.

Gegen 16.30 machten wir uns dann auf dem Weg zum Olympiastadion und mussten feststellen, dass der Einlass dort so langsam wie nur möglich von statten ging. Hatte auch seine Vorteile, wir konnten unsre Getränkereserven schnell noch vernichten. Am Stadion wurde einer gewissen Person, Deo und Haarspray abgenommen, ist auch echt gefährlich. Zwei Schwaben und meine Wenigkeit wurden mit Kampfhunden daran gehindert uns an einer Hecke zu erleichtern (ohne Kommentar !!!).
So nach ca. 1,5 Stunden saßen wir dann auf unseren Plätzen unter der Anzeigetafel und staunten nicht schlecht, was dort stimmungsmäßig auf beiden Seiten abging. Hier muss auch noch einmal erwähnt werden, dass die Herrschaften von Union Berlin wirklich supergut abgingen, nicht schlecht für einen ehem. Regionalligisten, sah super aus und hörte sich gut an. Von Schalkerseite war auch alles nur vom Feinsten. Was dort alles zu sehen und zu hören war... faszinierend.
Spätestens bei "Königsblauer S 04" kam Gänsehautstimmung auf, bei "Blau und Weiss wie lieb ich dich", war alles zu spät. Schwer zu beschreiben, man muss einfach dabei gewesen sein. Fahnen über Fahnen. Um einige zu erwähnen z.B. "Ihr denkt ihr seid Eisern, wir sind aus Kohle und Stahl"; "Machts Euren Ahnen nach und werdet zu Legenden"; und natürlich das übliche Fahnenmeer unzähliger Fanclubs.
Zum Spiel muss ich ja nicht viel sagen, dank Herrn Böhme ging alles gut. Objektiv betrachtet hatten wir aber wirklich Dusel (Latte & Pfosten), Berlin spielte wirklich gut mit. Die Stimmung während dem Spiel war ebenfalls vom Feinsten, die Sitzschalen wurden so selten wie möglich benutzt.



In der Kurve     Hätte ich gerne mal von der anderen Seite gesehen...


Nach dem Abpfiff konnte ich es kaum glauben, doch noch einen Titel. Zwei Stunden wurde die Mannschaft gefeiert, hervorzuheben Olli Reck und Mike Büskens. Von Büskens ist ja bekannt, dass der nur am abdrehen ist, aber Olli Reck, an diesem Abend in Berlin, hat er bewiesen das er Schalker durch und durch ist. So etwas habe ich noch nicht erlebt (ok, ich war nicht in Mailand), das war Weltklasse, kaum einer verließ das Stadion, sondern es wurde nur gefeiert, gefeiert, gefeiert. Eiskalte Schauer liefen über den Rücken. Wie gesagt, es war wunderbar, aber man muss es wirklich live im Stadion erlebt haben, da fehlen selbst mir die Worte (und das will was bedeuten).
Der Rückweg in die Stadt gestaltete sich etwas schwieriger, da an der U-Bahn Station Olympiastadion eine Menschenmasse stand. Wir beschlossen eine kl. Wanderung zur nächsten U-Bahnstation, bzw. Busstation zu machen, einfach gesagt, aber doch wesentlich schwieriger als gedacht. In Berlin herrscht eine Logik - faszinierend! Kleiner Tip: immer dahin wo es dunkel ist, niemals dem Licht folgen, und am besten quer durch den Wald. So erreichten wir dann die U-Bahn Station vor dem Olympiastadion (also eine Station davor), dort war aber nicht so viel los, man hatte Platz im Zug, bis zur nächsten Haltestelle.
Also Berlin, seit wann finden Pokalendspiele in Berlin statt? Ihr wollt 2006 das Endspiel haben? Dann aber noch viel Spass, denn das ist eine Frechheit für die Hauptstadt, so ein kleiner popliger U - Bahnhof. Da dürfen sich die Herrn Stadtplaner noch was einfallen lassen.            



In der Kurve...Ohne Worte...            

Zurück in der Stadt, wurde der kulinarische Tempel mit dem gelben M angesteuert um sich für die folgenden Stunden zu stärken. Beim Türken deckte ich mich noch mit Bier ein. Kollege Murrat sagte mir dann noch, dass Schalke öfters den Pokal gewinnen soll, weil er an diesem Tag einen Rekordumsatz hatte, und die Jungs und Mädels bei der Loveparade im Gegensatz zu den Schalkern gar nicht feiern können und auch nix trinken. Also, dann nächstes Jahr wieder - oder ????
Jetzt mussten wir noch ein bisserl feiern, wo macht man das in Berlin am besten? Richtig, Beersaloon. Die Stimmung war wieder bestens, doch nach einigen Stunden setzte dann die Müdigkeit ein. Grüsse gehen auch noch an Asi Erich, den wir auch noch getroffen hatten, gegen ein gepflegtes Gespräch ist ja nie etwas einzuwenden, vor allem der Gesprächsabschluss hatte mich begeistert, Zitat:" ich muss jetzt weiter, ich such noch was zu ficken". Ober er was gefunden hat weiß nur er!
Nach etwas rumlungern und ziemlich müde bewegten wir uns zum Bahnhof Zoo um abzuklären, wann man denn zum Flughafen fahren kann. Natürlich durften wir auf der Terrasse von Mc D.... die zwei Stunden totschlagen. Zum Rückflug gibt es nichts mehr zu sagen, den Michael und ich haben nicht einmal mehr den Start erlebt und sind erst wieder bei der Landung erwacht.
Fazit: Ein endgeiler Tag, in perfekter Gesellschaft (Michael, Bernd, und ? den Namen habe ich vergessen), wäre aber sicherlich noch besser gekommen, wenn wir das Doubel geholt hätten. Ich hoffe und bete dafür, dass ich mit Schalke noch viele solche Anlässe erleben und natürlich feiern darf.
Glück Auf

Alex (nominiert für den Pulitzerpreis)